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Intro Umbau Rennstrecke

Mon, 4 Feb. 2019 by Thomas Bendler, approximately 3 minutes to read.


Eine Sonderform im Werkstatt Bereich ist der Rennstrecken Umbau. Wenn man öfter auf der Rennstrecke unterwegs ist stellt sich irgendwann die Frage ob man sein Motorrad nicht zur reinen Rennmaschine umbauen sollte. Dies bietet eine Menge Vorteile da die Anforderungen im Rennbetrieb nun mal andere sind als im Straßenverkehr. Der große Nachteil ist das die Maschine in der Regel in Folge des Umbaus die Straßenzulassung verliert. Also muss man entweder auf das Fahren auf der Straße verzichten oder man legt sich eine Maschine nur für die Rennstrecke zu. Da die meisten von uns tendenziell keine direkten Erben der Rockefeller Dynastie sind scheidet der Gang zur nächst besten Rennschmiede aus um sich mit einem bereits fertig aufgebauten Factory Bike einzudecken. Die, die dazu in der Lage sind, können natürlich den Rest des Artikels ignorieren und mit den Artikeln zur Fitness weitermachen. Im Folgenden möchte ich meinen Weg zum Besten geben um zu zeigen, dass der Einstieg nicht unbedingt mit horrenden Kosten verbunden ist.

Das Gute zuerst, ich möchte behaupten das jeder Supersportler ab ungefähr Baujahr Anfang 2000 in der Stock-Konfiguration (also so wie er damals vom Band gelaufen ist) mit höherwertigen Straßenreifen und ein, zwei kleineren Einstellungen völlig ausreichend ist um damit während der Rennwochenenden im oberen Drittel der Zeitenliste unterwegs zu sein, vorausgesetzt, man beherrscht das Arbeitsgerät. Wer’s mir nicht glaubt, dem empfehle ich mal folgendes Video mit Stefan Bradl auf normalen Straßenreifen in Portimao:



Und nur falls jemand glaubt der hinter ihm herfahrende Tim Röthig könnte kein Motorrad fahren, der wird in diesem Video eines Besseren belehrt:



Die Maschine in dem zweiten Video ist übrigens auch kaum modifiziert. D.h., ich kann ohne großen Aufwand eine Ringmaschine herrichten. In meinem Fall war die Basis eine Yamaha R6 aus dem Jahr 2004. Um sie auf der Rennstrecke zu bewegen müssen eigentlich nur die Spiegel abgebaut werden, die Lampen abgeklebt und funktionslos gemacht werden. Damit hat man bereits die normalerweise geltenden Anforderungen für die Rennstrecke erfüllt.

Fairerweise muss ich natürlich zugeben das ich dann doch noch ein bisschen mehr modifiziert habe, aber dazu komme ich gleich. Wie man von diesem Punkt aus weitermachen möchte und ob man überhaupt weitermachen möchte hängt natürlich stark vom Geldbeutel und den eigenen Ambitionen ab. Grundsätzlich gilt, dass, wenn man öfter auf die Piste möchte, weniger mehr ist. Die kostengünstigste Form des Rennstreckenumbaus ist alles zu entfernen was ich auf der Rennstrecke nicht brauche. Dazu gehören z.B. die Spiegel, Scheinwerfer, Blinker, Zierleisten und so weiter und so fort. Je nach Schrauber-Talent kann das dann bis zum Sekundärluftsystem gehen. Der Vorteil ist, die ausgebauten Komponenten lassen sich auf den entsprechenden Handelsplattformen verkaufen und aus den Einnahmen kann man weitere Rennstrecken spezifische Komponenten erwerben oder wenigstens Teilfinanzieren.

Hat man alles entfernt was keine Miete zahlt kann man mit weiteren Umbau Maßnahmen beginnen. Sinnvoll, zumindest aus meiner Sicht, ist der Tausch der Verkleidung durch eine GFK Rennverkleidung. Diese sind, wenn es einen mal zu Boden wirft, deutlich kostengünstiger zu flicken oder zu ersetzten im Vergleich zu der normalen Verkleidung. Auch beim Thema Reifen kann man z.B. Slicks ins Auge fassen und das Fahrwerk lässt sich meistens auch so gut einstellen das man nicht gleich die teuren Zubehörkomponenten verbauen muss. Wie schon eingangs geschrieben, sind der eigenen Fantasie hier kaum Grenzen gesetzt (außer beim Geldbeutel) und zumindest ich muss mich hin und wieder zusammenreißen um den wirtschaftlichen Nutzen nicht aus den Augen zu verlieren. In den folgenden beiden Artikeln habe ich ein paar Videos zusammengestellt die einen vollständigen Umbau nebst den dazugehörigen Tipps veranschaulichen, das Team von MotoTechDE hat da einen aus meiner Sicht sensationellen Job gemacht.


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