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THOMAS

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Der Anfang von allem

Sun, 8 Jan. 2017 by Thomas Bendler, approximately 2 minutes to read.


Mein Upgrade vom Straßenfahrer 1.0 zum Rennstreckenfahrer 1.5 Beta begann ungefähr Mitte 2011. Zu dieser Zeit habe ich das erste Mal an einem Kurventraining in einem ADAC Fahrsicherheitszentrum teilgenommen. Dies fand auf einer kleinen Rennstrecke statt. Gut, Rennstrecke ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, es war ein relativ einfacher Übungskurs der mehr an ein Indy500 Oval erinnerte als an eine anspruchsvolle Rennstrecke, aber es war immerhin ein Rundkurs, in einigen Kurven gab es Curbs, es gab eine Schikane und neben der Übungsstrecke standen ein paar Reifenstapel. Als Rennstrecken Novize mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein wähnte ich mich also quasi schon in Laguna Seca auf einem Niveau mit den Top-Stars der MotoGP Szene. Am Ende dieses grandiosen Tages war ich mir dann auch hundertprozentig sicher:

  • Es macht unglaublich viel Spaß!
  • Ich bin unfassbar schnell!

Idealerweise hätte ich jetzt aufgehört und diese Erinnerung ins Regal gestellt, habe ich natürlich nicht. Stattdessen habe ich voller Begeisterung noch weitere Kurventrainings absolviert. Bei meinem zweiten oder dritten Kurventraining stand dann ein Fotograf an der Strecke und mein persönliches Empfinden “es fehlen nur noch maximal zwei Zentimeter bis mein Knie auf dem Boden ist” schien mit der Realität nicht wirklich auf einer Linie zu sein. Auch bei dem Punkt “Ich bin unfassbar schnell” beschlichen mich auf einmal leichte Zweifel:

ADAC Driving Center Lüneburg

Aber es machte immer noch grandiosen Spaß und einige Zufälle später landete ich auf der ersten richtigen Rennstrecke in Groß Dölln (ja, das ist eine richtige Rennstrecke, Punkt! :) ). Mittlerweile waren auch die leichten Zweifel bezüglich meiner Geschwindigkeit wieder verflogen und so ging ich selbstbewusst auf meine ersten Turns. Sicherlich, auch hier gab es gewisse Indizien die angedeutet hatten, dass meine gefühlte Geschwindigkeit eine gewisse Diskrepanz zur realen Geschwindigkeit aufweist. Ich hätte es daran erkennen können das viele Rennfahrer an mir vorbeigefahren sind als würde ich parken, aber, ich fuhr an meinem persönlichen Limit und war mir sicher das ist unfassbar schnell.

Die große Ernüchterung kam dann beim Blick auf den Zeiten-Monitor. Während bei mir irgendwas um die 2:30 pro Runde für die ABC-Sektion stand, so waren es bei den schnellsten Fahrern irgendwas um die 1:45 pro Runde. Ich war also pro Runde 45 Sekunden langsamer als die Schnellsten an dem Tag. Das war zwar nicht der letzte Platz, für viel mehr als den Anfang des letzten Drittels auf dem Zeiten-Monitor reichte es aber auch nicht.


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