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Gehirn

Wed, 22 Mar. 2017 by Thomas Bendler, approximately 2 minutes to read.


Ein wesentliches Element der Psychologie ist die Hardware, also das Gehirn. Um den Aufbau des Gehirns zu verstehen, muss man ein wenig in der Evolutionsgeschichte zurück blicken. Ein wenig vereinfacht gesprochen besteht unser Gehirn aus drei Teilen. Diese Aufteilung entstand in erster Linie dadurch, dass das Gehirn “zu schnell” gewachsen ist. Während über viele Millionen Jahre z.B. aus Flossen Arme wurden explodierte die Entwicklung des Gehirns in den letzen 2 Millionen Jahren buchstäblich. In dieser Zeit ist das Gehirn auf ungefähr das doppelte Volumen angewachsen. Statt also das Gehirn sukzessive weiter zu entwickeln hat die Natur das Stammhirn gelassen wie es ist und hat einfach zwei neue Teile angebaut, das limbische System und das Großhirn.

DAS STAMMHIRN

Am Anfang der Reise die so vor gut 300 Millionen Jahren startete, stand also das Stammhirn. Es entwickelte sich direkt aus dem Rückenmark und steuert die überlebenswichtigen Systeme, z.B. Herz, Atmung und Reflexe. Das Stammhirn ist definitiv nicht die hellste Kerze auf der Torte, würde man sagen es ist strunz dumm lege man gar nicht so falsch. Aber, und deswegen durchaus wichtig für das Motorrad fahren, das Stammhirn ist unglaublich schnell. Der Nachteil wiederum ist, Handlungsprogramme die sich im Stammhirn befinden sind nicht wirklich flexibel und auch nicht bewusst in der Ausführung. Wie man trotzdem das Stammhirn effizient nutzen kann erkläre ich im Kapitel “Psychologie-Lernen”.

DAS LIMBISCHE SYSTEM

Das limbische System erweiterte das Stammhirn um die Fähigkeit für Emotionen und Triebe. Da diese Fähigkeiten für das Motorrad fahren eine eher untergeordnete Rolle spielt (wenn man die Freude am Fahren außer acht lässt), können wir uns beruhigt dem nächsten Anbau widmen.

DAS GROßHIRN

Als letzte Evolutionsstufe kam das Großhirn in’s Spiel. In diesem Bereich finden unsere bewussten Handlungen statt. Hier können wir die Handlungen reflektieren und bei Bedarf korrigieren, es ist quasi der intelligente Teil des Gehirns. Das Großhirn hat allerdings auch einen gravierenden Nachteil, es ist langsam. Während im Stammhirn parallele Handlungsprogramme ablaufen können ist das Großhirn im wesentlichen auf die Ausführung von einem Handlungsprogramm zur selben Zeit beschränkt. In der Konsequenz bedeutet das, da beim Motorrad fahren viele Aktivitäten parallel passieren, müssen diese Handlungsprogramme in das Stammhirn überführt werden ansonsten ist die Hardware mit den vielen Aktivitäten überfordert.

Pro-Tipp: Wer sich detaillierter und fachlich sicherlich deutlich fundierter über das Gehirn und wie es funktioniert informieren möchte, dem seien die Werke von Bernt Spiegel und Hans Eberspächer empfohlen. Die dazugehörigen Links finden sich in dem Kapitel “Meta-Quellen”.


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